Der Schülerclub in der Alexander-Puschkin-Oberschule

Der Schülerclub als Lebensort in der Schule

Den RAA-Schülerclub an der Alexander-Puschkin-Oberschule gibt es seit 1994. Er entstand aus einer langjährigen Kooperation zwischen der RAA Berlin als Jugendhilfe-Träger und der Schule anhand der Integrationsfragen hier lebender und lernender Jugendlicher, die im Schülerclub eine feste Struktur fand. Im Schülerclub können sich die Jugendlichen nach der Schule mit Freunden treffen, Musik hören und Filme sehen, Feste feiern, Schach und Billard spielen oder auch Hausaufgaben machen. In ihrem Club organisieren die Schüler eigene Veranstaltungen, wie Geburtstagsfeiern, Schülerclubdiscos, Computerspielturniere oder Malaktionen. Hier üben sie zugleich den Ausgleich mit den Interessen der anderen Clubbesucher und lernen Konflikte konstruktiv und gewaltfrei auszutragen. Als offene Einrichtung ist der Club eine wichtige Anlaufstelle für viele Schüler bei Problemen in der Schule und zu Hause. Sie finden hier Clubbetreuer, die sie bei der Suche nach Lösungen beraten und ihnen auch, wenn nötig, externe Hilfsangebote vermitteln.

Projekte und Veranstaltungen des Schülerclubs

Der Schülerclub ist mehr als eine Freizeiteinrichtung. Eigene Veranstaltungen und Projekte bereichern das pädagogische Angebot der Schule und stellen zusätzliche Verbindungen zu außerschulischen Einrichtungen und Initiativen her.

Projekt: Anti-Bias Training

Anti-Bias ist ein Trainingskonzept aus Südafrika, das dazu dient diskriminierendes Verhalten zu verlernen und seinen Mitmenschen offen und positiv gegenübertreten zu können. Das Training macht begreifbar, wie Diskriminierung funktioniert und regt dazu an, diese Mechanismen bewusst zu verlernen. In einem Prozess, der an den Erfahrungen der Teilnehmenden ansetzt, entwickeln die Schüler neue Betrachtungsweisen, die ermöglichen, nicht diskriminierende Handlungsformen für die eigene Lebenssituation zu entwerfen. Das Projekt wird gemeinsam mit Studenten des Masterstudienganges Intercultural Studies der FU Berlin durchgeführt. Sie werden dabei von den Schülerclubbetreuern, den Sozialpädagogen und der Klassenlehrerin unterstützt.

Projekt: Konfliktlotsen an der Alexander-Puschkin-Schule

Ziel des Projekts ist es, Schüler der Schule zu befähigen, Konflikte unter Mitschülern zu schlichten. Für diese Aufgabe werden sie von professionellen Trainern über einen Zeitraum von einem halben Jahr ausgebildet. In ihrer Tätigkeit als Streitschlichter werden die Schüler von den Clubbetreuern und Lehrern der Schule beraten und unterstützt. Die Idee wurde von den beteiligten Schülern im Rahmen der Schulkonferenz vorgestellt und traf dort auf einstimmige Unterstützung der Mitglieder der Schulkonferenz. Im Rahmen der Schulprogrammentwicklung wurde das Projekt als besonderes Entwicklungsvorhaben im Schulprogramm festgeschrieben. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit einer Lehrerin der Schule durchgeführt und ist Teil des AG-Angebots der Schule geworden. Die Kerngruppenstunden und die Treffen der Klassen- und Schulsprecher geben sowohl einen zusätzlichen Rahmen für die Ausbildung der Jugendlichen als auch Gelegenheit, die Arbeit und Funktion der Konfliktlotsen in den Klassen vorzustellen. Das Projekt wird in Kooperation mit dem FEZ Wuhlheide und dem Mediationsbüro Mitte durchgeführt und durch das Programm Schule&Co der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin gefördert.

                          

Projekt: "Interkultureller Stadtreporter"

Das Projekt regt Schüler zum aktiven Hinterfragen von Vorurteilen an und macht neugierig auf die kulturelle Vielfalt ihrer Stadt. Es führt die Jugendlichen an Orte multikulturellen Zusammenlebens, die sie sich durch das Erstellen von Interviews und Fotoreportagen erschließen. Stationen der Recherche sind eine Moschee in Kreuzberg, das Kreuzbergmuseum, eine Ausstellung einer internationalen Sandkünstlergruppe und die Arbeitsstelle einer Flüchtlingsinitiative im benachbarten Friedrichshain, die im Rahmen der alljährlich stattfindenden Afrikawoche der Alexander-Puschkin-Oberschule regelmäßig Ausstellungen über afrikanische Kunst und Kultur durchführt. Die Ergebnisse werden zu einer Ausstellung zusammengefasst und den übrigen Klassen vorgestellt. Das Projekt wird innerhalb der Schulprojektwoche in Zusammenarbeit mit dem FIPP e.V. durchgeführt.

Zeitzeugenbegegnung mit ehemaligen russischen Zwangsarbeitern

In Kooperation mit dem Deutsch-Russischen-Austausch und den Klassenlehrerinnen wurde die Begegnung über einen Zeitraum von 2 Monaten mit einer Schulklasse des Jahrgangs 10 im Unterricht vorbereitet. Die Begegnung fand im Rahmen der Schulprojektwoche im Schülerclub statt. Bestandteile des Projekts sind Exkursionen zu ehemaligen Zwangsarbeiterlagern in Berlin, Recherchen nach historischen Materialien und die Erstellung von Interviews mit den Zeitzeugen, die in einer Ausstellung zusammengefasst wurden.

DJ-, Tanz- und Schreibworkshops, Fußballturniere gegen Gewalt und Rassismus auf dem Platz

Ziel dieser Projekte ist die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen anhand von interessanten Aktivitäten, wie Fußballspielen, Plattenauflegen und Tanz. Die Jugendlichen erleben, dass Toleranz und der Ausgleich mit den anderen Spaß macht und Offenheit dazu beiträgt, neue spannende Erfahrungen zu machen. Im Rahmen der Projekte nehmen die Schüler an Projektfahrten zu Städten in ganz Deutschland teil. Wichtige Kooperationspartner bei der Durchführung dieser Projekte sind die Bundesinitiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, das Archiv der Jugendkulturen und das Projekt Football-United der Bundesinitiative aktiver Fußballfans (BAFF).

Projekt: „Lebenswege“

Berliner Schüler fragen nach ihrer Herkunft und erarbeiten eine medial-interkulturelle Ausstellung für das Museum für Kommunikation Berlin. Das Projekt „Lebenswege – Dialog der Kulturen und Generationen“ möchte Jugendliche zur aktiven Auseinandersetzung mit der eigenen kulturellen und ethnischen Herkunft anregen. Das Ergebnis der Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte ist seit November 2006 im Rahmen einer Kabinettausstellung im Museum zu sehen. „Lebenswege“ wird in Kooperation mit der Jugendwerkstatt Geschichte und Handwerk GeHa der Kulturinitiative Förderband e.V. durchgeführt und durch den Fonds Soziokultur, das Förderprogramm Respectabel und durch das Unternehmen ADOBE und den Arbeitskreis Medienpädagogik e.V. unterstützt.

Berufsorientierung für Jugendliche mit Migrationshintergrund

Das Projekt regt die Jugendlichen an, sich frühzeitig mit Fragen möglicher Berufsperspektiven auseinander zusetzen. Mit Recherchen im Internet, Exkursionen zu Betrieben in Berlin und dem Besuch von Berufsinformationstagen erkunden die Jugendlichen Berufsfelder. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Chancen, die sich aus der Mehrsprachigkeit und den interkulturellen Kompetenzen der Jugendlichen ergeben können. Das Projekt wird in Kooperation mit Arbeit und Bildung e.V. und dem Berufsinformationszentrum BIZ durchgeführt.

„Run for Help“ für die Partnerschule in Mosambik

Im Jahr 2001 organisierten eine Gruppe von 12 Schülern und Schülerinnen des Schülerclubs im Rahmen des Programms Jugend und Gemeinwesen erstmals einen Spendenlauf für die Partnerschule der Alexander-Puschkin-Oberschule in Mosambik. Der Spendenlauf findet seitdem alljährlich unter der Schirmherrschaft der Bezirksbürgermeisterin Frau Christina Emmrich mit hoher Beteiligung von Schülern, Lehrern und Bewohnern des Stadtteils Lichtenberg statt. Die Durchführung des „Run for Help“ bietet den beteiligten Jugendlichen die Möglichkeit selbstwirksam zu agieren und Beteiligungsmöglichkeiten in Schule und Stadtteil kennen zu lernen und auszuprobieren. Bei der Durchführung des Run for Help sind die Schüler an allen Prozessen der Planung, Vorbereitung, Durchführung und Auswertung wesentlich beteiligt. Die Schüler gestalten so das Schulgeschehen und durch die Einbeziehung der Kommune auch ihr erweitetes Lebensumfeld aktiv mit. Das Projekt wird in Kooperation mit der Entwicklungspolitischen Gesellschaft EpoG durchgeführt.

Förderer und Unterstützer des Schülerclubs

Der Schülerclub wird im Rahmen des Schülerclubprogramms des Berliner Senats und der Deutschen Kinder und Jugendstiftung gefördert. Er ist Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Schülerclubs (LAG) des Landes Berlin. Die LAG ist ein Zusammenschluss von 35 Berliner Schülerclubs, die sich auf fachliche Qualitätsstandards für die pädagogische Arbeit der Schülerclubs geeignet haben.

           

Freizeitangebote und Öffnungszeiten

  • Tischkicker, Billard, Gesellschaftsspiele
  • Computer mit Internetzugang
  • Trommeln, Video u.v.m.

Montag – Donnerstag  11 bis 17 Uhr

Freitag                         13 bis 16 Uhr

Im Schülerclub sind zwei sozialpädagogische Mitarbeiter der RAA Berlin als Schülerclubbetreuer tätig.

      Kofi Ohene-Dokyi, geb. 1969                                           

Kontakt

Schülerclub der RAA Berlin an der Alexander-Puschkin-Oberschule
Kofi Ohene-Dokyi, Valentina Asimovic
Massower Straße 37, 10315 Berlin-Lichtenberg
Telefon 030. 948 59 711, 030. 525 14 29, Fax 030. 525 13 90
SC-Alexander-Puschkin@raa-berlin.de


Chausseestraße 29
D -
10115 Berlin
Telefon +49 30. 240 45 100
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