Der Schülerclub an der Heinz-Brandt-Oberschule

Über die Schule

Der Schülerclub

Elternarbeit

Dancing – a chance for job

Aktuelle Angebote

Adresse

Über die Schule

Die Heinz-Brandt-Oberschule (1. Hauptschule Weißensee) liegt mitten in Weißensee, das mit seiner Lage zum Stadtrand und der niedrigen Bebauung einen vorstädtischen Charakter hat. Der Klinkerbau aus vier Häusern – Hauptgebäude, Arbeitslehrezentrum (mit modernster Holz-, Metallwerkstatt, PC-Kabinett und Küche), Turnhalle, Caféteria – rund um den Schulhof wurde vor 1900 gebaut und unterliegt dem Denkmalschutz. Vor zwei Jahren hat ein Klasse einen Schulgarten angelegt, der für fächerübergreifenden Unterricht genutzt wird. Im Eingang und den Etagen präsentieren Ausstellungen zu Heinz Brandt, den Projekten der Schule und des Schülerclubs wie zum Kunstunterricht die Arbeitsprozesse und Erfolge der Mitwirkenden. In den Pausen steht den Jugendlichen und Lehrer/innen ein Schülercafé mit einem breiten Angebot zur Verfügung, dessen Vorbereitung und Verkauf von Schüler/innen selbst organisiert und betrieben wird. Der Schülerclub und die Schulstation befinden sich in einem Seitengebäude mit separatem Eingang zur Straße und zum Schulhof.

2009 Schule Flyer  

Der Schülerclub

Der Schülerclub versteht sich als offenes Angebot für Jugendliche des Bezirks und engagiert sich am Nachmittag wie in Unterrichtsprojekten. Hier können die Jugendlichen nach eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen die Räume gestalten, in denen sie sich unterhalten und entspannen, Billard spielen, Musik hören oder Filme ansehen, Probleme oder neue Projekte besprechen und Feste feiern können. Nachmittags wird die Cafeteria zum Kochen genutzt. Daneben gibt es ein Büro für den Schulsprecher und die Clubleiterin mit einer Computeranlage für die Schülerzeitung sowie eine Schülerbibliothek, die mit der Schulstation für Hausaufgaben- und Lernhilfegruppen genutzt wird. Mit der Arbeit im Club können die durch ihre Lebensbedingungen und Sozialisationsgeschichte vielfach benachteiligen Jugendlichen kontinuierlich gefördert werden. Was dazu beiträgt, ist:

  • die Integration verschiedener Jugendlicher in der Gruppe und die Anerkennung ihrer Individualität;
  • die Möglichkeit, sich mit den eigenen Fähigkeiten im Team einzubringen, und die Stärkung des Selbstwertgefühls durch gemeinsame Erfolgserlebnisse;
  • die Motivation zur Eigenverantwortung und zur selbständigen Organisation des Clublebens;
  • der Erwerb sozialer Handlungskompetenzen, das Erlernen von Lösungsstrategien in Konfliktsituationen und von Methoden der gewaltfreien Konfliktlösung;
  • die Mitgestaltung des eigenen Schulumfeldes.

Mit anderen Clubs und Jugendlichen des weiteren Umfelds gibt es einen regelmäßigen Austausch. Ein wichtiges Thema ist die Auseinandersetzung mit rechtsextremistischen Tendenzen und Bedrohungen in Schule und Umfeld. Der Club beschränkt seine Aktivitäten jedoch keineswegs nur auf Nachmittags-Angebote. Neben Freizeitaktivitäten wie Theater, Tanz, Trommeln, Aikido, Medienarbeit, soziales Lernen und Anti-Gewalt-Training (Mediation) unterstützt der Club verschiedene Unterrichtsangebote. Durch die gute Vernetzung zwischen Lehrerkollegium, Schulleitung, Schulstation und Club werden Probleme einzelner Schüler/innen oder Gruppen frühzeitig erkannt und gemeinsame Lösungen gesucht, wie z.B. soziale Lernangebote der Schulstation in Zusammenarbeit mit dem Schülerclub und die präventive Elternarbeit des Schülerclubs in Ergänzung zum Elterntraining der Schulstation.

Elternarbeit

Hier leistet die RAA zusammen mit der Schule präventive Elternarbeit in drei Bereichen:

  • Eltern treffen sich monatlich jahrgangsweise, um Informationen zu Unterrichtsangeboten und -formen zu erhalten und sich untereinander auszutauschen. Dazu werden von den Lehrer/innen Infos gesammelt und über die Clubleiterin an die Eltern weitergegeben;
  • Eltern treffen sich mit ihren Kindern (vorrangig Jugendliche, die den Club besuchen) im Schülerclub zu besondern Anlässen (z.B. gemeinsames Kochen, Kaffeetrinken oder Grillen) mit dem Ziel des Abbaus von Vorurteilen (besonders der Jugendlichen untereinander, das Elternhaus der anderen betreffend);
  • besonders interessierte Eltern treffen sich mit der Clubleiterin, um aktuelle Probleme zum Schulalltag zu diskutieren.

Dancing – a chance for job

Im Rahmen des Projekts „Dancing – a chance for job“, gefördert durch die Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin 2005/2006, fanden an der Heinz-Brandt-Oberschule zwei Teilprojekte mit berufvorbereitendem Anliegen statt.

Benimmkurs – Stil und Umgangsformen – eine Vorbereitung zum Berufseinstieg:

Ziel des Kurses war es, mit Schüler/innen der 9. Klassen gute Umgangsformen und ein sicheres Auftreten zu trainieren, um sie auf das Berufsleben, insbesondere auf eine erfolgreiche Suche nach einer Lehrstelle vorzubereiten. Dabei ging es vor allem um die Stärkung ihres Selbstbewusstseins, um das Herausfinden ihrer Stärken, die sie für die Berufswahl und Bewerbungsgespräche nutzen können. Dieser Ressourcenansatz ist für Hauptschüler in besonderer Weise wichtig, denn die meisten von ihnen wissen um die Schwierigkeiten ihrer beruflichen Findung und der Bewerbung. In der 9. Klasse werden die Schüler/innen im Unterricht auf die Berufsfindung vorbereitet, die Bewerbungsmappe wird erarbeitet, und es finden Berufspraktika statt. Ziel der Projektwochen im März war es, an diese Erfahrungen anzuknüpfen und stilvolle Umgangsformen, geschicktes Telefonieren sowie Auftreten und Argumentieren im Bewerbungsgespräch zu trainieren. Zum Abschluss gab es ein Essen, bei dem die aktuellen Tischsitten geübt wurden.

Tanz- und Theaterprojekt in Vorbereitung zum Sommerfest:

Mit den Schüler/innen einer 7. Klasse wurde ein Stück zum Thema „Service Learning“ mit Unterstützung der Schauspielerin und Theaterpädagogin Miriam Dirks erarbeitet. Da diese Klasse als erste der Schule „Service Learning“ zur Stärkung sozialer Kompetenzen als berufsvorbereitende Arbeit (im vergangenen Schuljahr jeweils einmal pro Woche vier Stunden) erprobt hatte, wollten die Schüler/innen in einzelnen Szenen ihre Erfahrungen darstellen. Besonders die humorvolle Umsetzung fand bei der Aufführung am 29. Juni vor Mitschüler/innen, Eltern und Vertretern der einzelnen sozialen Einrichtungen und beim Sommerfest am 3. Juli großen Beifall. Das Ergebnis und die ihre Erfahrungen wurden zugleich in einer Ausstellung anderen Schüler/innen und Lehrer/innen präsentiert.

Die Schüler/innen der anderen 7. Klasse arbeiteten mit drei Schauspielerinnen der Brotfabrik an dem Stück „Schrei“, bei dem hauptsächlich mit Körpersprache und Bewegung ihre eigenen Probleme, Ängste und Träume verarbeitet wurden. Zur Vorarbeit wurde bereits im April mit der Klasse innerhalb des Unterrichts ein Stück gelesen. Es wurden Diskussionen geführt zu Problemen der Jugendlichen in Bezug auf persönliche und gesellschaftliche Situationen und ihre Wertvorstellungen. Daraus wurde eine szenische Umsetzung erarbeitet.

Mit den Schüler/innen der beiden 8. Klassen wurde in den Sparten Streetdance und Breakdance in Zusammenarbeit mit der „Tanzkiste – Tanzen gegen Gewalt“ und dem Tänzer Georg Böhm gearbeitet. Nach einer kurzen Vorstellung der Tänzer suchten sich die Jugendlichen aus, an welchem Kurs sie teilnehmen wollten. Es wurde nur darauf geachtet, dass die Gruppen jeweils aus beiden Klassen Teilnehmer/innen hatten. Für Schüler/innen der 9. und 10. Klassen wurde ein Tangokurs von der Schauspielerin und Tänzerin Elke Pusl und dem Tänzer Norman Klotz angeboten. Nach ersten Kontakt- und Koordinationsübungen mit und ohne Musik folgte eine Einführung zu den Ursprüngen des argentinischen Tangos. Die Schüler/innen übten nicht nur die Grundschritte, sondern wurden von den Lehrern gezielt zu schwierigen Tanzformationen motiviert. Meist wurde zu klassischen Tangos geübt, aber den Jugendlichen wurde auch gezeigt, dass sich dieser Tanz sehr gut zu moderner Musik tanzen lässt. Für die Aufführung wurde eine gemeinsame Choreografie erarbeitet, und jedes Paar fügte dieser eine individuelle Variante von Tanzmöglichkeiten hinzu. Da die Aufführung zum Sommerfest sehr begeistert vom Publikum aufgenommen wurde, tanzten einige Teilnehmer/innen zur Verabschiedungsfeier der 10. Klassen noch einmal.

Aktuelle Angebote

Der Club steht Schüler/innen zur Verfügung, um:

  • sich mit Freunden zu treffen und zu unterhalten,
  • an der Schülerzeitung (www.hebranos.de) zu arbeiten,
  • Schach oder Billard zu spielen, Filme zu sehen und Musik zu hören,
  • sich an Film-, Foto-, Theater- u.a. Projekten zu beteiligen,
  • sich an der Schülervertretungsarbeit zu beteiligen und damit an der Verbesserung des Schulklimas mitzuwirken,
  • miteinander zu kochen und Feste auszurichten.

Adresse
Langhansstr. 120, 13086 Berlin (Weißensee)
Telefon, Fax 030 – 925 12 08
SC-Heinz-Brandt@raa-berlin.de
Bericht über die Vorbereitung eines Jugendaustauschs mit Schwerpunkt "Chinesischer Kampfsport"
Bitte als PDF herunterladen 
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