| Jugend-Kulturlotsen 2010
Jugend-Kulturlotsen 2010 ist eines von über 100 Modellprojekten des Bundesprogramms des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend "VIELFALT TUT GUT." Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie. Mit Unterstützung der Freudenbergstiftung und weiterer privater Sponsoren dauert die Modellphase des Projekts bis zum Herbst 2010. Die Teilnehmer/innen erleben den Übergang von der Schule zum Beruf in einem interkutlurell geprägten Umfeld und werden durch das Projekt zu Multiplikatoren für interkulturelle Kompetenz und für den Umgang mit interethnischen Konflikten in der Einwanderungsgesellschaft ausgebildet. Sie arbeiten mit kulturellen Mitteln sowohl kurativ als auch präventiv gegen Rechtsextremismus, Islamismus und andere Ausgrenzungs- und Ungleichwertigkeitsideologien.
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Fotos von Paul Esra Martin
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Leitziele des Projekts
- Abbau von Segregation durch Partizipation von Jugendlichen aus ethnischen, kulturellen und sozialen Minderheiten
- Aktivierung einer Gruppe aus verschiedenen ethnisch-/ sozialen Umfeldern mit besonderem Blick auf schulferne/sozial benachteiligte Jugendliche
- Aktivierung der mitwirkenden Einrichtungen für die strukturelle Kooperation in der Nachbarschaft und interkulturelle Öffnung
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| Projektkonzept
Die Jugendlichen werden mit Unterstützung von Coaches trainiert, sich in ihren unmittelbaren Lebensumfeldern (Clique, Klasse, Familie, Sozialraum) für ein demokratisches Miteinander einzusetzen, sich gegen Diskriminierung, Ausgrenzung, Rassismus und menschenfeindliche Ideologien friedlich, überzeugend und kreativ mit den Mitteln der Kunst zu positionieren strukturelle Gewalt im Leben von Jugendlichen wahrzunehmen und anstelle mit ethnisch-kulturell und/oder religiös bedingter Gewalt zu reagieren auf Anerkennung von Vielfalt und Partizipation in lokalen Beteiligungsprozessen zu setzen.
Mittels Video- bzw. Theater-Workshops werden sie befähigt, Jugendliche für demokratische Partizipation zu mobilisieren und interkulturelle Fragestellungen zu öffnen. Im Theaterbereich wird dazu die auf dem Dialog mit dem Publikum und die Veränderbarkeit von Konfliktsituationen beruhende Forumtheatermethode eingesetzt. Die künstlerischen, demokratiepädagogischen und methodischen Qualifizierungsteile fließen in den Ausbildungspass für die Jugend-Kulturlotsen ein. Die durch die Trainings auf hohem Niveau produzierten beiträge befassen sich inhaltlich mit dem Umgang mit interethnischen Konflikten in der Einwanderungsgesellschaft.
Durch die Präsentation der Ergebnisse im rahemn geeigneter Veranstaltungen und Medienkampagnen werden die Ergebnisse der Arbeit disseminiert und die leistung der Jugendlichen anerkannt. Gleichzeitig werden andere Jugendliche motiviert, sich inhaltlich mit Konflikten und veränderungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen. Die Jugendkulturlotsen sollen am Ende ihrer Ausbildung in der Lage sein, mit anderen Jugendlichen gemeinsam neue Videos, Szenen und andere Medienprodukte zu erstellen. Im Rahmen des proejktes soll dieser Erfahrungstransfer bei der Einbeziehung des ersten in die Ausbildung des zweiten Durchgangs geprobt werden.
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Kooperationspartner des Projekts
- Berliner Schulen und Einrichtungen der Berufsbildung (H. Brandt-OS, Puschkin-OS, W. Brandt-OS, OSZ Bau, B.v.Arnim-OS u.a.),
- freie Träger der Jugendhilfe
- Jugendkulturzentrum Schlesische 27,
- Werkstatt der Kulturen,
- Anne-Frank-Zentrum
- jugendnetz /jugendnetz Berlin,
- Bits 21,
- Zentrum des Theaters der Unterdrückten (Rio de Janeiro),
- MeDIA RrOMA , Medienhof Wedding.
- RAA’s in Sachsen, Brandeburg und Mecklenburg,
- Mobile Beratungsteams gegen Rechtsextremismus in Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg,
- Landesverein der Sinti in Hamburg
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| Aktueller Projektstand
Nachdem von Oktober bis Dezember an der Teilnehmerakquise und der detaillierten Projektplanung gearbeitet wurde, arbeiten derzeit 2 Gruppen von Kulturlotsen in Berlin Wedding und Neukölln mit dem Medium Video und eine Gruppe ebenfalls im Wedding mit der Methode des Forumtheaters. In den nächsten Wochen ist der Aufbau einer weiteren Gruppe geplant, die in Lichtenberg die Methode des Forumtheaters erlernen und praktizieren soll, um besonders auf Konflikte von Diskriminierung und Rassismus in Schulen eingehen zu können. Ab Herbst sollen bei den Partnern in Sachsen und Mecklenburg weitere Gruppen hinzukommen.
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Projektziele
- 25 ausgebildete Kulturlotsen in 2010, die in der Lage sind, in Einrichtungen der Jugend- und schulischen Bildung wie auch in Aktionen der Jugendbegegnung als Akteure, Animateure und Vermittler zu wirken, im Einsatz als Trainer und Multiplikatoren in Einrichtungen sollen 100 bis ca.175 Jugendlichen erreicht werden
- Akzeptanz der Kompetenz und Einsatz der Kulturlotsen durch Schulen und Einrichtungen der Jugendarbeit
- von den Kulturlotsen selbst und mit anderen Jugendlichen produzierte Theaterstücke und Videos zum Umgang mit interethnischen Konflikten in der Einwanderungsgesellschaft aus deren Perspektive
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Projekthomepage
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