MeDIA-RrOMA ist eine Gruppe von engagierten Roma aus Berlin. In ihrer Arbeit mit sozial stark
benachteiligten Jugendlichen suchen sie mit Hilfe der neuen Medien neue Wege der Integration und gesellschaftlichen Partizipation.

Zu diesem Zweck hat die Gruppe eine mobile Medienwerkstatt aufgebaut, mit der sie Jugendliche, die selbst keine medientechnische Vorbildung haben, an ihrer professionellen Gestaltungsarbeit beteiligt.

Wesentlich für die Arbeit von MeDIA-RrOMA ist, dass sie bei der Zusammenarbeit mit den Jugendlichen deren Alltag und Umwelt in den Mittelpunkt stellt. Daraus ergeben sich die Ansätze für die Zusammenarbeit mit künstlerischen Projekten in der Stadt und ebenso mit den Schulen, Jugendzentren, sozialen Projekten und Initiativen, die für die Jugendlichen in der Stadt arbeiten.

Mit ihren Medienangeboten gelingt es der Gruppe, mit einzelnen Jugendlichen und deren peer groups in Kontakt zu kommen. Bei der technischen und künstlerischen Arbeit geht es um Dinge und Ereignisse, mit denen die Jugendlichen in ihrem eigenen Leben direkt zu tun haben. Durch die Beschäftigung mit Kunst und ihre eigene künstlerische Arbeit im Medienprojekt gelingt es den Jugendlichen, ihr Leben und ihren Alltag besser zu verstehen, auf neue Ideen zu kommen und anders zu handeln als bisher.

MeDIA-RrOMA organisiert interkulturelle Medienworkshops: Wenn die jungen Roma und ihre Freunde mit Unterstützung der Mitarbeiter eine Video-DVD produzieren, dann setzen sie sich mit ihrer Situation auseinander:

·       einerseits mit der Tradition ihrer Familien,
·       andererseits mit der Jugendkultur einer westlichen Großstadt;
·       einerseits mit Deutschland bzw. Westeuropa, wo sie seit ihrer Kindheit zu Hause sind,
·       andererseits mit der vielen von ihnen seit Jahren drohenden „Abschiebung“ nach Serbien oder         Mazedonien, Rumänien oder Bosnien;
·       einerseits mit ihrer Abhängigkeit von der Sozialhilfe,
·       andererseits mit der Arbeitserlaubnis, die viele von ihnen nicht bekommen;
·       einerseits mit ihrer Diskriminierung als „Fremde“,
·       andererseits mit ihrer Benachteiligung in Schule, Ausbildung und Arbeit.

Mit Workshops helfen die Mitarbeiter von MeDIA-RrOMA den Jugendlichen, aktiv etwas zu tun gegen ihre Diskriminierung aus rassistischen Vorurteilen und ebenso gegen ihre soziale und politische Benachteiligung. Sie erhalten ein neues Mittel, einen persönlichen Standpunkt über ihre Situation auszudrücken und diesen öffentlich bekannt zu machen.


Kontakt:

Zvonko Salijević
MeDIA-RrOMA, c/o RAA Berlin
Chausseestraße 29, D-10115 Berlin
Telefon +49 (0)30. 240 45-100, Fax -509
Mobil +49 (0)175. 73 77 302

E-Mail:
zvonko.salijevic@raa-berlin.de
media-rroma@raa-berlin.de 
media_rroma@web.de

 
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