Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie e.V.
Die Regionalen Arbeitsstellen sind Einrichtungen der Jugendhilfe und pädagogische Heimat für engagierte
Lehrer und Lehrerinnen. Sie unterstützen und tragen die verschiedenen interkulturellen Projekte in Schulen
und das Schulumfeld. Die RAA entwickeln dazu Materialen, organisieren Fortbildungen, beraten, begleiten
und bieten weitere Dienstleistungen an. Außerdem werden eigene innovative Projekte durchgeführt.

Durch das Zusammenwirken von schulischen und außerschulischen Aktivitäten kann die RAA Berlin auch
die notwendige Verbindung zwischen Schul-, Jugend- und Sozialarbeit herstellen.

Spendenkonto:
RAA Berlin,   Konto Nr. 06 72 14 36 00
Dresdner Bank Berlin, BLZ 120 800 00

Zur Geschichte der RAA Berlin

Die RAA in Berlin wurde 1991 in einer politischen Phase gegründet, in der sie auf verschiedene Fragen antworten sollte, die sich nach der Wende dringend stellten.

Die wichtigste war, wie man in Schule und Jugendarbeit Minderheiten stärken und rassistische Haltungen bekämpfen kann. Eine demokratische, zur Nachbarschaft offene Schule zu befördern, in der Minderheiten geschützt sind und Respekt erfahren, in der Kinder und Jugendliche ihre Fähigkeiten entfalten, Initiative entwickeln können und mit ihnen gemeinsam auch an beruflichen Perspektiven gearbeitet wird, schien die beste Antwort auf diese Frage zu sein. Diese Art der Humanisierung ist ein wichtiger Weg, den beiden stärksten Gefährdungen der Demokratie entgegenzuwirken: der Gefahr durch die Ethnisierung von Konflikten und durch soziale Ausgrenzung.

Die RAA arbeitet aus diesem Grund als eine Art Dienstleistungsagentur zur Entwicklung von Zivilgesellschaft vor Ort. Sie setzt dabei in der Schule an, um auch so Erwachsene zu erreichen.
Durch direkte und indirekte Intervention versucht sie, Rechtsextremismus zu bekämpfen und für Minderheitenschutz zu sorgen. Direkt durch interkulturelle Erziehung, innovative Formen politischer Bildung, indirekt durch die Verbesserung der Lebenssituation von Jugendlichen, wie mit der Einrichtung von Schülerclubs und Projekten beim Übergang von der Schule zum Beruf.
Bildungsreform, Schulöffnung und Innovation sind dafür notwendige Bedingungen.    

Organigramm der RAA Berlin 2009  


Die RAA arbeitet nach dem sog. "Interaction Modell". Innerhalb dieses Modells beteiligen sich die Anwender, d.h. Lehrer und Sozialarbeiter, an der Entwicklung von Methoden und Projekten und sorgen für
Verbreitung und Implementation durch das dezentrale Netz und die Partner der RAA. Diese setzt auf die Kompetenz der Beteiligten vor Ort und investiert in sie. Sie arbeitet mit Multiplikatoren vor Ort, die darüber hinaus ständig für Kontakt zwischen Anwendern und RAA sorgen. Sie kooperiert mit Verwaltung und Wissenschaft und bemüht sich um Transfer von Erfahrungen. Sie ist ein field agent, berät und verschwindet nicht kurzfristig, sondern reagiert auf Situationsveränderung mit eigenen Projekten.
Und das sind die Arbeitsformen bzw. Funktionen der RAA: sie entwickelt Material, bietet Beratung und Fortbildung, stellt sich für Dienstleistungen zur Verfügung, vermittelt Kontakte und führt eigene Projekte durch. Heute ist die Berliner RAA ein Teil des bundesweiten RAA-Netzwerkes. Es gibt im Westen 28, im Osten 17 Regionale Arbeitsstellen, die in einer Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) kooperieren.
Damit sind sie als bundesweit 45 Einrichtungen ein starkes Netz.

Die Berliner RAA hat sich deshalb innerhalb dieses Netzwerkes besonders auf das Thema "Demokratie lernen" konzentriert. Sie tut dies durch ihre verschiedenen Projekte, die auf dieser Homepage im Einzelnen vorgestellt werden, wie durch innovative Formen politischer Bildung, durch die Vorbereitung Jugendlicher auf ihr Berufsleben, aber ganz besonders durch ihre ständige Arbeit an der Verbesserung,
das heißt Demokratisierung des Klimas in Schule und Kommune.


Leiterin der RAA Berlin ist seit 2003 Britta Kollberg.

Britta Kollberg, geboren 1966, ist seit 1992 in der RAA tätig. Hier entwickelte und realisierte sie Modellvorhaben zur Schulentwicklung und ganzheitlichen Bildung (z.B. Schülerclubs, das peer leadership training für interkulturelle Kompetenz, Programme zur bilingualen Berufsbildung und Mobilität). Seit 2003 ist sie Geschäftsführerin des RAA e.V., Leiterin der RAA Berlin und Koordinatorin der Bundesarbeitsgemeinschaft der RAA.


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