Mehr Rezepte, Geschichten, Bilder und Anregungen enthält die Broschüre Feste der Weltreligionen, Interkulturelle Beiträge Nr. 6



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28. 9. 2009 Jom Kippur
Versöhnungsfest zum Abschluss und als Höhepunkt der 10 Bußtage ab Rosh ha-Shana; gilt als höchster jüdischer Feiertag, der zumeist in der Synagoge als Fastentag begangen wird

Info
Der Jom Kippur ist der wichtigste Festtag im jüdischen Jahr. Der Urteilsspruch, am Neujahrstag über die Menschen gesprochen, bekommt hier seine Gültigkeit. Der Versöhnungstag soll die Menschen entsühnen, sie in die göttliche Verzeihung für ihre »schlechten Taten« gelangen lassen. Daher wird am Jom Kippur gefastet, und der Gottesdienst dauert den ganzen Tag.
Ein ausführliches Sündenbekenntnis gehört zu den Besonderheiten. In einer Zeremonie, Seelenfeier genannt, gedenkt man am Ende des Morgengebetes, nach der Thora- und Prophetenlesung, seiner verstorbenen Angehörigen. Eine ausführliche Beschreibung des Entsühnungsrituals ist ein Höhepunkt des Zusatzgebetes. Diese nahm einst der Hohepriester im Jerusalemer Tempel vor. Die Gemeinde wirft sich hierbei mehrmals auf die Knie. Das ganze Buch Jona wird als Prophetentext aus der Thora verlesen. Einer seiner wesentlichen Gedanken besteht darin, daß die Bewohner der Stadt Ninive durch Buße den ihnen prophezeiten Untergang abwenden können. Das Ne'ila-Gebet (Ne'ila heißt Schließung) folgt als Abschluß. Es bezieht sich auf die Schließung der Tempeltore. Nach dem langen Fasten folgt eine festliche Mahlzeit. Man wünscht sich ein gutes Jahr und eine gute Besiegelung.

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