Über Kommunikation, Erfahrungsaustausch, Wissenserwerb und Reflektion
wollen wir vor allem die Position der Eltern und Angehörigen in der
Auseinandersetzung mit dem rechtsextremistischen Jugendlichen/ jungen Erwachsenen
stärken.
Die Elterninitiative leistet dabei Hilfe zur Selbsthilfe - bietet jedoch keine Patentrezepte! Denn jeder "Fall" ist anders, erfordert andere Herangehensweisen und muss in seiner individuellen Situation betrachtet werden.
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Gruppentreffen lernen, die unterschiedlichen Situationen in den Familien in der Gruppe gemeinsam einzuschätzen. Sie erarbeiten Strategien im Umgang mit dem betreffenden Angehörigen und können aus den Erfahrungen anderer Betroffener wertvolle Tipps für Ihre Situation annehmen.
Viele Eltern und Angehörige suchen zudem Hilfe vor Ort bei Ämtern, Behörden und anderen Institutionen und wissen dabei häufig nicht, wem sie sich anvertrauen können bzw. welcher Ansprechpartner hilfreich zur Seite stehen kann. Das Team der Elterninitiative unterstützt die Betroffenen bei dieser Suche nach direkten Ansprechpartnern vor Ort.
Jeder Ausstiegswille muss vom Betreffenden selbst geäußert werden!
Ziel
unserer Beratung ist es, die Angehörigen rechtsextremer Jugendlicher
in ihrem Umgang mit der Situation zu stärken.
Denn nur, wer sich inhaltlich und argumentativ mit rechtsextremen Positionen
auseinandersetzen kann, kann Widersprüche aufzeigen, möglicherweise
Zweifel an der Ideologie säen - und somit nicht nur in der eigenen
Familie, sondern auch im nachbarschaftlichen Umfeld eine Sensibilisierung
und Aktivierung in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus
bewirken!