Häufig sind Eltern und Angehörige von rechtsextremistischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen großem Druck ausgesetzt.
Sie leiden unter Isolation und werden oftmals durch Außenstehende stigmatisiert. Sie stehen der konfliktbeladenen Situation hilflos gegenüber und haben Angst um die eigenen Kinder bzw. Angehörigen - manchmal sogar vor ihnen.
Sie sind unsicher im Umgang mit der Situation und können den rechtsextremen Parolen und Verhaltensweisen oft wenig entgegensetzen.
Die Elterninitiative bietet den Betroffenen die Möglichkeit einer regelmäßigen intensiven telefonischen Einzelfallberatung durch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Darüber hinaus können sich die Betroffenen mit anderen Eltern und Angehörigen in lokalen Gruppen über ihre persönliche Situation austauschen, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam mit dem Team der Elterninitiative Wege aus der Hilflosigkeit suchen. Häufig sind diese Gespräche die erste Möglichkeit, sich mit dieser Problematik anderen Menschen anzuvertrauen.
Ein wichtiger Teil der Beratung und der Treffen ist dabei die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismus. Denn nur wenn sich die Betroffenen in der Thematik fit machen, ist
möglich.
Eine wichtige Voraussetzung unserer Arbeit ist es, dass sich die betroffenen
Eltern und Angehörigen freiwillig und aus eigener Motivation heraus
bei der Elterninitiative melden.